FPZ - Zeese, Stadtplanung und Architektur
Luftbild Bestandssituation, o.M.
Luftbild Bestandssituation, o.M.
Lageplan Städtebaulicher Entwurf, o.M.
Lageplan Städtebaulicher Entwurf, o.M.
Räumliche Skizze Blickrichtung Norden
Räumliche Skizze Blickrichtung Norden
Dreidimensionale Darstellung, Blickrichtung Norden
Dreidimensionale Darstellung, Blickrichtung Norden
Typologien
Typologien
Erschließung + Verkehr
Erschließung + Verkehr
Kühlluftschneisen
Kühlluftschneisen
Querschnitt, Blickrichtung Osten, o.M.
Querschnitt, Blickrichtung Osten, o.M.

2017 | Stadt Pforzheim, Werkstattverfahren "Kurze Gewann"

Teilnehmer: 3 eingeladene Büros

Werkstattverfahren: Mehrfachbeautragung, nicht anonymes Verfahren

  • 1. Phase Bestandsanalyse + erste Konzeptideen
  • 2. Phase Ausarbeitung Städtebauliches Konzept

Plangebiet: ca. 5 ha

Wohneinheiten: ca. 225 WE

Dichte: 41 WE/ ha bzw. 82 EW/ ha


Erläuterung:

Das nun vorliegende städtebauliche Konzept enthält die Grundzüge der vorangegangenen Planungsstudien.
Die baulichen Nutzungen sind konzentrierter und innerhalb der Quartiersstrukturen auch flexibel veränderbar. Die Erschließung ist zugunsten der Hauptachse Hercynia-Allee gegliedert, die Fußgänger und Radwege erhalten schnelle und sichere Außenverbindungen. Insgesamt sind die Wohnquartiere verkehrsberuhigt erschlossen.
Im Planungsgebiet sind für die sieben Bestandgebäude und deren Grundstücke Vorschläge zur städtebaulichen
Integration in das neue Wohnquartier und individuelle Nutzungsoptionen mit vielfältigen Gestaltungsspielräumen für die Eigentümer enthalten.
Die öffentlichen Park- und Platzflächen sind räumlich und ökologisch aber auch wirtschaftlich situiert und
ermöglichen eine gute Integration in den Landschaftsraum mit schönen Blickbezügen und hoher Aufenthaltsqualität im Wohnumfeld.
Zur Verbesserung der ÖV-Erschließung (Erreichbarkeit des Stadtzentrums und der Arbeitsplätze, Reduzierung des IV-Verkehrs) sind Vorschläge formuliert.
Die bauliche, räumliche und soziale Gestaltung, d.h. das Image dieses neuen Stadtteils könnte trotz seiner Stadtrandlage ein wichtiger Signalgeber in der Stadtentwicklung Pforzheim werden. Das Konzept enthält für diese Zielsetzung, folgende planerische und strukturelle Vorschläge:

Das Konzept baut auf nachbarschaftliche, gemischte Nutzungsstrukturen auf. Gemeinschaftliche Wohn-und Nutzungsangebote liegen in der Mitte des Quartiers mit räumlichen und funktionalen Kontakten zu
den individuelleren Wohnquartieren. Die Hercynia-Allee mit dem Quartiersplatz und der Stadtteilpark bilden einen natürlichen Schwerpunkt und schaffen eine Identität für den neuen Stadtteil. Sie sind gleichzeitig verbindendes Element zwischen den bestehenden und den geplanten Wohnquartieren.

Für eine zukunftsfähige Erschließung wird die Optimierung der äußeren Anbindung (leistungsfähiges ÖVSystem)
und der Rahmenbedingungen für die Gebietserschließung mit IV, ÖV, Fußgänger und Radfahrer angestrebt. Die Hercynia-Allee, die Postwiesenstraße und die kurze Vera-Joho-Straße bilden die Haupterschließung für den IV und ÖV (Bus) im Stadtquartier. Das Wohnerschließungsnetz ist flächig verkehrsberuhigt, alle Nutzungen sind fußläufig und mit sicherer Radwegverbindung erreichbar. Der ÖV-Busverkehr erhält zwei Haltestellen östlich und westlich der Hercyinia-Allee. Die Ost-West-verlaufende Fußgänger- und Radfahr-Allee verbindet das neue Quartier mit dem Lebensmittelmarkt und dem Schulgebiet im Osten sowie dem Sport-und dem möglichen Arbeitsplatzgebiet im Westen.

Aufgrund der demographischen Entwicklung und der allgemeinen feststellbaren Urbanisierung mit einem Bedarf an kostengünstigem und verdichtetem Wohnungsbau wird eine deutliche Mischung von Bau- und Wohnformen in der Städtebaulichen Konzeption dargestellt. Damit kann die Stadt Pforzheim auf bedarfsgerechte Nachfragen reagieren ohne das Grundkonzept verändern zu müssen. So könnten z.B. in Teilen des Bauquartiers am nördlichen Siedlungsrand anstelle der freistehenden Einfamilienhäuser auch schmale Reihen- und Doppelhausbebauungen angeboten werden.
Im Gesamtquartier werden in den 15 Nachbarschaftsquartieren unterschiedliche Wohn- und Nutzungsformen angeboten, mit dem Ziel einer sozial gemischten Verteilung. Geförderter Wohnungsbau kann sowohl in Mehrfamilienhäusern als auch in Einfamilienhausgebieten, z.B. mit Familienwohnen auf kleinen Grundstücken, realisiert werden. Für die städtischen Grundstücke können entsprechende Vorgaben festgelegt werden. Im Rahmen der Umlegung der privaten Grundstücke können mit entsprechenden Abgaben und vertraglichen Vereinbarungen weitere Steuerungsinstrumente für eine sozial verträgliche Bodenentwicklung genutzt werden.


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