FPZ - Zeese, Stadtplanung und Architektur
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2015 | Wettbewerb - Urbane Straßen und Plätze „Neue Weststadt“

Stadt Esslingen a. N.

 

Planung 2015 (FP7)

Basis für die Gestaltung des öffentlichen Raumes ist die Auseinandersetzung mit den Besonderheiten des Ortes, seinen geschichtlichen, räumlichen und baulichen Merkmalen = genius loci: 

  • Visueller Landschaftsbezug zu den Weinbergen mit ausgeprägter Topografie und eindrucksvollen Maueranlagen,
  • Urbanität und Mobilität aufgrund der Nähe zur Altstadt als vielfältiger Versorgungsstandort sowie zum Bahnhof / ZOB,
  • Zeugnisse der Industriekultur, die sich in den Gebäuden, in den Fassaden und Resten der ehemaligen Gleisanlagen etc. wieder finden.
  • Die Nähe zum Neckar ist in keinerlei Hinsicht erlebbar oder erfahrbar.

Die „Neue Weststadt“ liegt (wie eine Insel) in dem Spannungsfeld zwischen alter Industrie, Stadt und Flusslandschaft. Dem öffentlichen Raum kommt hierbei eine große Bedeutung als verbindendes Element zu:

  • Identität für einen neuen Stadtteil und eine neue Hochschule und damit ein Gegengewicht zur Esslinger Altstadt zu schaffen!
  • Integration der alten Industriekultur in die neue Stadtarchitektur und damit ein Zusammenwachsen zu einer markanten Stadtsilhouette zu erreichen!
  • Bezüge von den Steillagen der Weinberge bis zum Neckar-Talraum und damit eine räumliche Eigenständigkeit herzustellen!


Folgende Planungsansätze liegen der Gestaltung des öffentlichen Raumes der „Neuen Weststadt“ zugrunde, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden:

Atmosphäre

Material und Farbigkeit im Wechselspiel zwischen Architektur und Freiraum! Stadtboden als zentrales, verbindendes Element im Stadtkontext – warmtoniges, robustes Material in Anlehnung an die markante und freundliche Farbgebung der Ziegelstruktur der vorhandenen Industriekultur und in Anlehnung an die Weinbergmauern.

Lebendigkeit

Abfolge von Raumsequenzen (Straßen und Plätze) mit räumlicher und visueller Vielfalt

  • zentraler, offener, vielfältig  nutzbarer Stadtteilplatz,
  • ruhiger, intimer Quartiersplatz,
  • kleiner, zurückhaltend gestalteter Platz vor der IKK als „Vestibül“ zwischen Alt stadt und Weststadt,
  • Bahnhofsplatz als zentraler Bereich in der Stadtstruktur; blühende Baumalleen,  
  • als freundliche Geste weisen den Weg zur „Neuen Weststadt“.

Lebensqualität

„openess of open space“ – „offen für alles und alle“ (Kevin Lynch) 
Der freie Raum als Ausgleich im engen Verdichtungsraum bis hin zur großzügigen Öffnung zum Neckaruferpark. Die Diskussion der Unterquerung der Bahn erfordert eine öffentliche Abwägung.

Einzigartigkeit

Die Industriekultur besitzt identitätsstiftenden Charakter! Neues ohne übertriebenes Design, eine sorgfältige und sensible Interpretation der Eigenheiten unterstreicht den Charakter des Ortes!


Besonderes Augenmerk liegt in der Gestaltung der zwei Plätze:

  • Stadtteilplatz:
    Der Stadtteilplatz ist als offener, vielfältig und flexibel nutzbarer Freiraum gestaltet. Er ist ein besonderer Bezugspunkt für die Neue Hochschule und den neuen Stadtteil. Die Atmosphäre wird wesentlich durch die Oberflächenbeläge geprägt. Warmtonige Granitplatten mit freundlicher Abstrahlung analog zur Ziegelarchitektur binden in das Raumgefüge der „Neuen Weststadt“ ein. Der „Platz im Platz“ wird durch rottoniges Granitpflaster im freien Verband in Anlehnung an die Weinbergmauern gegliedert.

    Der Stadtteilplatz ist vollkommen barrierefrei und öffnet sich weiträumig und wie selbstverständlich zum Neckar bzw. zum neuen Neckaruferpark, der einen unverzichtbaren Erholungs- und Erlebnisraum für die „Neue Weststadt“ darstellt. Der visuelle Bezug zum Neckar-Talraum wird durch keinerlei große vertikale und horizontale Einbauten verstellt.

    Mit der Gestaltung des öffentlichen Raumes werden die eindrucksvollen Weinberge und der wertvolle Neckar-Talraum im Stadtgefüge erlebbar.

  • Quartiersplatz:
    Der Quartiersplatz definiert sich als wohnungsnaher Kommunikations-, Erlebnis- und Erholungsraum v.a. für die Bewohner des neuen Stadtteils. Er ist ein wichtiger Teil im komplexen, urbanen Stadtgefüge, indem er gerade diesen Ansprüchen gerecht wird.

    Die Gestaltung bezieht die Zeugnisse der alten Industrieanlagen mit ein, interpretiert sie neu und bewahrt damit die spezielle Ästhetik des Areals. Die flächige Gestaltung überwiegt und wird lediglich durch lange Sitzelemente mit warmer Holzauflage ergänzt.

    Birkenpflanzungen in einer Kiesfläche, eine typische Ruderalvegetation aufgelassener Gleisanlagen, lassen einen lichten Hain entstehen. Stahlbänder markieren die ehemaligen Gleisanlagen und grenzen Nutzungen voneinander ab, die alten Drehscheiben werden über neue Nutzungen (Kinderkarussell, Spielfläche) wiederbelebt.


Diese Planungsansätze bieten der „Neuen Weststadt“ die Chance, zu einem urbanen Stadtteil mit lebendigen Freiräumen in Esslingen am Neckar zu werden!

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